Premiere in München - ArtAffair
Ich freue mich sehr, Ihnen für die Vernissage der Ausstellung „Vergissmeinnicht“ ein besonderes Highlight ankündigen zu dürfen: Die Einführung in das Werk von Benjamin Burkard wird von Frau Dorothee Baer-Bogenschütz gestaltet. Dass Frau Baer-Bogenschütz die Laudatio hält, verleiht diesem Abend eine ganz eigene Tiefe. Als versierte Kennerin der zeitgenössischen Kunstszene und langjährige Begleiterin kultureller Diskurse ist sie bekannt dafür, nicht nur an der Oberfläche der Ästhetik zu verweilen. Mit ihrem geschulten Blick und ihrer pointierten Sprache versteht sie es wie kaum eine andere, die komplexen Schichten in Burkards Arbeiten freizulegen. In der Ausstellung „Vergissmeinnicht“ treffen technische Präzision auf emotionale Vergänglichkeit – Themen, die nach einer Einordnung verlangen, die sowohl fachliche Expertise als auch intellektuelle Neugier vereint. Frau Baer-Bogenschütz wird uns dabei helfen, die Brücke zwischen der visuellen Wucht der Bilder und den dahinterliegenden Fragen nach Erinnerung und Identität zu schlagen. Ihr Beitrag ist für uns mehr als eine formale Eröffnung; es ist eine Würdigung der künstlerischen Entwicklung Benjamin Burkards und ein Versprechen an Sie, unsere Gäste, die Werke mit neuen Augen und einem tieferen Verständnis zu entdecken.
Wir laden Sie herzlich ein, Teil dieses besonderen Dialogs zwischen Künstlern, Werk und Wort zu werden.
Klaus Albrecht Schröder, ehemaliger Direktor der Wiener Albertina Modern, bezeichnet Burkards Stil als “Malerei um der Malerei willen”. Allerdings durchbricht Burkard jeden Stil mit sicherer Hand. So legt er die Malerei beispielsweise auf einen immer wieder durchscheinenden Goldgrund, wie er in der mittelalterlichen Tafelmalerei so beliebt war. Bei Burkard glänzt das Gold wieder neu in unsere Zeit herein.
Typisch sind auch die Pixel Burkards. Mit ihnen bricht der Künstler die Grenze zwischen analog und digital auf, vergrößert ein Detail bis ins Kleinste, irritiert bei der Betrachtung und erinnert an die ersten Videospiele der Kindheit.

Benjamin Burkard ist ein moderner Maler von hoher handwerklicher Qualität. Seine Motive sind eine künstlerische Collage aus surrealen Motiven und Stilen quer durch die Epochen der Kunstgeschichte. Da drehen sich Wasserräder am Wegesrand, die Menschen sind im Stil des vorigen Jahrhunderts gekleidet, der Himmel wirkt durch seine bonbonfarben Wolkenspiele kindlich froh und ein Rudel wilder Tiere bildet das interessierte Publikum der Szenerie.
Dass Kunst aus unauflösbaren Rätseln besteht, die wir kaum in Worte fassen können, diese Einsicht ist in der zauberhaften Verbindung von Altem und Neuem, von Natur und Künstlichem bei Benjamin Burkard Bild geworden.
Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie zur Vernissage begrüßen dürfen und Ihnen einen Abend mit neuen Anregungen bieten können! Die Ausstellung läuft bis 19.04.2026.